Ich habe die Einladung für ein Bewerbungsgespräch über die Teilnahme an einem Workshop bekommen. Das Bewerbungsverfahren bestand aus zwei Gesprächsrunden an zwei Tagen.
Erste Runde: Einführende Vorstellung des Unternehmens, zwei Gespräche mit je einem Gesprächspartner. Fragen zur Persönlichkeit und beidesmal eine Fallstudie. Eindruck positiv, die Interviewer waren freundlich und einfühlsam. Die Fälle waren nicht schwierig. Fall eins: Firma im Stahlhandel will Kosten reduzieren, Antwort ist im Wesentlichen, dass sie administrative Kosten senken müssen. Zweiter Fall: Produktion in der Lieferkette dauerte länger als bei der Konkurrenz. Antwort: Aufträge für die Lieferanten wurden zu spät abgeschickt.
Die zweite Runde war viel aggressiver und nicht so freundlich. Durchdringende Fragen zur persönlichen Eignung, viel schwierigere Fallstudien. Die Interviewer waren nicht mehr so einfühlsam. 4 Interviews: Im ersten ging es nur um persönliche Eignung. In den übrigen drei gab es viel schwierigere Fallstudien. Fall eins: Betonproduktion in Deutschland, Marktvolumen für einen neuen Betontyp. Fall zwei: Zwei Auktionshäuser, Vergleich der Geschäftszahlen und Frage, ob man Objekte unter 5 Euro aus dem internen Handel ausschließen sollte.
Fall drei: eine Oper und Gelegenheiten zur Kostenreduktion oder Verkaufssteigerung.